Alltag ohne Technik

Das moderne Deutschland hat, wie Sie bereits auf unserer Seite erfahren konnten, viele positive Errungenschaften zu verzeichnen, die das Leben bzw. den Alltag einfacher gestalten sollen. Doch wo Licht ist, fällt bekanntlich auch Schatten. Gerade in den Fastenmonaten gibt es immer Menschen, die auf etwas Bereicherndes im Technikbereich verzichten, z.B. auf das Handy, den Fernseher oder ein selbst auferlegtes Internetverbot. Andere müssen mehr oder weniger unfreiwillig eine zeitlang auf eine Errungenschaft verzichten, die für viele auf den ersten Blick erst einmal unersetzlich ist: Das Auto!

Vor allem für Menschen in ländlichen Gegenden ist es problematisch, wenn Sie Ihren Führerschein abgeben und zu online-mpu.de, also zum so genannten Idiotentest, müssen. In der Stadt sieht das natürlich wieder anders aus. Das örtliche Verkehrsnetz ist meist so gut, dass sich die Verkehrssünder im Nu daran gewöhnen, nicht mehr mobil zu sein. Doch auf dem Land gibt es Orte, wo man vor allem nachts und am Wochenende auf Menschen angewiesen ist, die Chauffeur spielen.

Wir fragten Manfred (34, Gärtner), wie sich sein Leben ohne Führerschein verändert hat: „Ich wurde mit Alkohol am Steuer erwischt und muss jetzt bald zur MPU. Ich bin nachhaltig, wie wichtig das Auto im Alltag eigentlich ist. Ich muss jetzt ständig mit dem Fahrrad fahren und meine Frau ist sichtlich entnervt von meinen Bitten, mich irgendwo hin zu fahren. Die Sache hat aber auch was Gutes: Ich habe 3 Kilo abgenommen, weil ich quasi immer in Bewegung bin. Dennoch bin ich froh, wenn ich die MPU dann bestanden habe.“

Wie sieht es nun aus, mit jenen, die freiwillig auf ein technisches Gerät verzichten? Annalena (23, Studentin) hat jedenfalls nicht lange auf ihren Mp3-Player verzichten können: „Ich habe wirklich mal versucht, auf etwas zu verzichten, was meinen Alltag bestimmt hat: Nämlich meinen Mp3-Player – meine tägliche Unterstützung zum Workout. Ich habe nur fünf Tage durchgehalten! Dennoch nehme ich eine positive Erfahrung mit: Wer einmal auf den Geschmack der modernen Technik gekommen ist, der braucht eine große Willenskraft, um wieder einen Schritt zurück zu gehen.“

Fazit: Ein Verzicht, sei es durch Führerscheinabgabe oder selbst auferlegt, kann für das eigene Persönlichkeitsbild recht aufschlussreich sein.